Zeitraum 1206 - 1708

1206: Erstmalige urkundliche Erwähnung von Dresden in einer Urkunde des Markgrafen Dietrich. Bereits Ende des 12. Jahrhunderts sicherte eine markgräfliche Burg am  Taschenberg den wichtigen Elbübergang, an dem sich ursprünglich eine slawische Siedlung befand, deren Bewohner ”Drezdzany” (Auenwaldbewohner) der deutschen Niederlassung ihren Namen gaben.

1216: In einer Urkunde Markgrafs Dietrichs vom 21. Januar wird Dresden nunmehr als  civitas (Stadt) bezeichnet. Unter Heinrich dem Erlauchten (1230-1288) ist  Dresden vorübergehend glanzvolle Residenz mit höfisch-ritterlicher Kultur.

1234: Die Gemahlin Heinrichs vermacht der Dresdner Nicolaikirche ”ein merklich schön Partikel vom Heiligen Kreuz Christi”; dieser Reliquie verdankt sie ihre Umbenennung in Kreuzkirche.

1300: urkundliche Erwähnung der Kreuzschule, einer Lateinschule, in der Ministranten und Chorknaben unterrichtet wurden;

1455: Erlangung des Niederlags- und Stapelrechts; die Einwohner setzten sich aus Kaufleuten und ”Ackerbürgern” zusammen. Einwohnerzahl um diese Zeit ca. 6.000.

1464: Ernst und Albrecht, die gemeinsam regierenden Landesfürsten, nehmen in der Stadt ihren ständigen Wohnsitz

1485: verhängnisvolle Teilung des wettinischen Besitzes in Leipzig - die albertinische Linie des Hauses wählt Dresden für die Zukunft als ständige Residenz.

1491: verheerender Stadtbrand.

1539: Einführung der Reformation mit einem Gottesdienst in der Kreuzkirche. Damit wird Sachsen als erster deutscher Staat lutherisch.

1547: Moritz Kurfürst von Sachsen.

1547 - 1556: Ausbau der Schloßanlage im Renaissancestil: Neubau der Schloßkapelle, neuer Westflügel mit der Geheimen Verwahrung (Schätze und wichtige Akten), ab 1572  taucht der Name ”Grünes Gewölbe” -nach der Farbgebung der Räume- für die weltberühmte Schatzkammer der Wettiner auf.

1549/1560: Angliederung des Städtchens Altendresden, der Ursprung der heutigen Neustadt.

1553-1586: Unter Kurfürst August, auch Vater August genannt, entwickelt sich Sachsen zum Musterland mit entsprechender Kulturblüte.  Die Stadt erhält nach niederländisch-italienischem Vorbild eine moderne Befestigungsanlage(Reste davon befinden sich heute in den Kasematten unter der Brühlschen Terrasse). Siehe hierzu auch Festung  Dresden

1586-1591: Bau des Stallhofes im Schloß. Bedingt durch das  Aufblähen von Gewerbezweigen die für den Hof arbeiten, läuft Dresden Freiberg und den anderen markmeißnischen Städten den Rang ab.

1613-1616: Michael Praetorius (Kapellmeister am Hofe) leitet die auf Betreiben von Moritz von Sachsen 1548 gegründete ”Dresdner  Musikalische Kapelle”.

1618-1648: Während des 30jährigen Krieges gehört Sachsen  zu den am meisten verwüsteten Ländern in Deutschland.

1667: Erstes Opernhaus auf dem Taschenberg mit 1500 bis 2000 Plätzen, Architekt ist  Wolf Kaspar von Klengel, der gemeinsam mit Johann Georg Starcke für die ersten Barockbauten in Dresden verantwortlich zeichnete und einen Bebauungsplan entwarf, der schon damals die charakteristischen Straßenachsen enthielt.

1676: Anlage des Großen Gartens

1694 - 1733: Unter August dem Starken (Friedrich August I.) als Kurfürst von Sachsen und König von Polen wird Dresden zur Residenzstadt von europäischen Rang ausgebaut.

1701: Brand des Dresdner Schlosses, unter anderem der Georgenbau und der Ostflügel des Schlosses mit dem Riesensaal werden vernichtet.

1706 - 1708: Bau des Taschenbergpalais als Wohnpalais für die Gräfin Cosel.

1708: Abschluß der Experimente zur Erfindung des europäischen Hartporzellan.